Last Base

Jahr: 2014

Direktor: Aslak Danbolt

Spielzeit: 15 Minuten

Sprache: Norwegisch

Untertitel: Englisch

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Zwei Base Jumper vertreuen die Asche ihres abgestürzten Freundes auf einem schneebedeckten Berg. Einer ist im Begriff, Vater zu werden. Er hat seinem Partner versprochen, dass dies der letzte Sprung sein wird. Ein nahender Sturm und Meinungsverschiedenheiten zwischen den Freunden macht das Unternehmen plötzlich sehr unsicher. Werden sie springen? Und was passiert mit der Asche? In einer Viertelstunde baut Regisseur Danbolt mit minimalen Ressourcen große Spannung auf.

Der norwegische Regisseur Aslak Danbolt hat für einen Dokumentarfilm lange Zeit eine Gruppe von Base Jumpern begleitet. Der Tod eines der Freunde war der Ausgangspunkt für dieses kurze Feature, in dem zwei Jumper die Asche ihres abgestürzten Freundes auf den Kattham-Seen (1200 Meter) in Westnorwegen verstreuen.

Die Besatzung musste die gesamte Ausrüstung den Berg hinauf schleppen, was bei Danbolt den Eindruck erweckte, er habe ein Fitzcarraldo-ähnliches Projekt gestartet. Die Bedingungen wurden noch schlimmer, als plötzlich ein Schneesturm ausbrach und die Besatzung fünf Tage lang auf dem Berg campen musste. “Manchmal war es eher eine Polarexpedition als eine Filmaufnahme”, sagt Danbolt. Er wollte hauptsächlich die Spannung und Stille der letzten Momente kurz vor dem Sprung einfangen. Dazu gehört keine Filmmusik, denkt der Regisseur, nur ein Seufzer des Windes und in der Tat Stille. Es passt gut zu der Bedrohung, die im Film langsam zunimmt, weil ein Gewitter auf dem Weg ist und die beiden Freunde sich nicht darauf einigen können, ob sie springen sollen oder nicht. FÜr eine von ihnen soll es zudem sein letzter Sprung sein, versprach er seiner schwangeren Frau.
Aslak Danbolt arbeitet noch an einer vollwertigen Spielfilmversion von Last Base, mit der er 2014 die London Film School abschloss.