Drømmeland

Jahr: 2018

Direktor: Joost van der Wiel

Spielzeit: 70 min

Sprache: Norwegisch

Untertitel: Englisch

 

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Der 60-jährige Nils Leidal erfüllt sich einen Traum, der wohl in vielen schlummert. Er verbrennt seinen Pass, verlässt das moderne Stadtleben und zieht sich auf’s Land zurück. Neue Heimat von Nils sind die Hügel Norwegens, in denen sich ein heruntergekommenes Holzhaus versteckt.

Der niederländische Regisseur Joost van der Wiel begleitet Nils auf seiner Reise zurück in die Natur und wirft einen eindringlichen Blick auf das Glück, die Nöte, die Zweifel und die Widersprüche des Norwegers. Ebenso wichtig wie sein Pferd oder das Gewehr, mit dem er Rentiere jagt, sind das iPhone und Facebook, mit denen er den Kontakt zur Zivilisation pflegt. Wie bizarr wirkt die Einstellung, in der Nils, als jemand aus dem 21. Jahrhundert, mit Kopfhörern sein Smartphone bedient, während das Zimmer nur von Kerzen beleuchtet wird.

„Drømmeland“ hat einige unvergessliche Szenen zu bieten, wie zum Beispiel Nils, der split­ter­fa­ser­nackt Rentiere jagt, oder die Polizisten, die ihn dafür rügen, wie er sein Pferd behandelt. Unverständnis über seine Entscheidung steht eine große Gruppe junger Bewunderer gegenüber, die die Abenteuern des Norwegers über Facebook genau verfolgen. Was ist Nils? Natürlicher Guru, Kultheld, Anarchist oder nur ein Mensch, der mit seinen Idealen, dem modernen Leben und sich selbst zu kämpfen hat, wie wir es alle von Zeit zu Zeit tun?