Cholitas
Cholitas gewinnt den Crossborder DMFF Award 2020
Fünf Aymara-Frauen, die ihre bolivianische Heimat und ihren Herd noch nie verlassen haben, begeben sich auf eine Expedition zum höchsten Berg Amerikas: Aconcagua in Argentinien. Die fünf leben unauffällig im Dienste ihrer Ehemänner, ihrer Familie und ihrer Kletterexpeditionen. Sie träumen aber auch von den Bergen. Eines Tages brechen sie auf.
Dora, Cecilia, Liita, Lidia und Elena nutzen ihre Chance, um gemeinsam eine Expedition zu unternehmen. In ihrer traditionellen bunten Kleidung brechen sie auf – “Man kann doch einen Berg nicht in Jeans besuchen, oder?“. Vom Aconcagua Provincial Park steigen sie von Lager zu Lager, immer höher. Sie geben den Frauen eine Stimme, die normalerweise still bleiben und entdecken dabei ihre eigene Stärke.
Die Frauen sind mittlerweile als kletternde Cholitas bekannt. ‘Chola’ ist ein spanisches Schimpfwort für Halbblut, aber ihre Abenteuer haben es zu einem Spitznamen geadelt. Sie haben sogar eine eigene Wikipedia-Seite.
Als der freiberufliche Filmemacher Jaime Murciego einen Artikel über die kletternden Cholitas las, kontaktierte er sie und ging nach Bolivien. Als er ihre Geschichte hörte, wollte er sie bekannter machen. Murciego drehte 2015 seinen ersten kurzen Dokumentarfilm “Boxgirls”, der für Dutzende von Festivals ausgewählt wurde.