Besteige die Seven Summits von Süd-Limburg!

Die Seven Summits, die höchsten Gipfel auf jedem Kontinent, sind ein Begriff für jeden ambitionierten Bergsteiger. Der erste, der alle bestiegen hat, war der Amerikaner Richard Bass im Jahre 1985. Mittlerweile gibt es für Bergliebhaber sehr viele neue Herausforderungen. Wenn du beispielsweise alle Gipfel über 4000 Metern in den Alpen erklimmen möchtest, kannst du am Ende ganze 82 Berge auf deiner To-Do-Liste abhaken. Beim „Munro Bagging“ in Schottland können die Gipfel der 282 schottischen Berge über 3000 Fuß gesammelt werden.

Die Seven Summits von Süd-Limburg sind sieben Gipfel, bei denen Wanderern ein echtes Berggefühl aufkommt. Vom echten Skiberg, bis hin zu steilen Abgründen: Jede Gipfelwanderung der Seven Summits von Süd-Limburg hat ihren eigenen Charme und bietet fantastische Aussichten.

Wir fordern dich heraus, alle sieben Berge zu entdecken und deinen eigenen Rekordversuch zu starten. Schaffst du es, alle Seven Summits von Süd-Limburg vor dem 29. Oktober 2019 zu besteigen? Schicke uns die schönsten Gipfelfotos deiner Wanderungen auf den Seven Summits per Mail oder poste sie auf Facebook oder Instagram.

Schneeberg (257 m.)

  • Rundwanderung von 8,4 km.
  • Charakteristik: Tour entlang historischer Plätze des zweiten Weltkriegs durch Wälder, Felder und einem „Balkon“ mit phänomenaler Aussicht

Der höchste Punkt des Schneebergs liegt in Deutschland und ist Teil des Plateaus von Bocholtz. Der Schneeberg hat seinen Namen dem kalkhaltigen Boden zu verdanken, der im Vergleich zu den Hügeln der Umgebung, eine auffallend helle (weiße) Farbe besitzt. Am Fuß des Berges liegt das niederländische Dorf Oud-Lemiers, der Startpunkt der Hauptroute zum Gipfel auf 257 m./strong>

Rund um den Schneeberg finden sich noch Panzersperren aus Beton („Drachenzähne“) und Bunker, Teile der Siegfried-Linie aus dem Zweiten Weltkrieg. Aufgrund der strategisch günstigen Lage konnten die Deutschen das Gebiet von Vaals im Auge behalten und unter Beschuss nehmen. Im Südosten hat man von oben einen guten Blick auf Aachen und den Lousberg, im Osten sieht man den Wilhelminaberg mit der Skipiste und am Horizont die Rauchfahnen des Braunkohlekraftwerks Eschweiler. Im Norden hat man bei klarem Wetter einen Blick auf Sittard.

 

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Sommer auf den Flanken des Schneebergs
Unbemerkt die Grenze überschreiten
Das Höhenprofil der Schneebergwanderung

Wilhelminaberg (225 m.)

  • Rundwanderung von 5,5 km.
  • Charakteristik: starke Steigung durch üppigen Wald mit urbaner Aussicht

Der Wilhelminaberg ist ein künstlicher Hügel in der Gemeinde Landgraaf. Der Hügel entstand als Abraum der Staatsmijn Wilhelmina und wurde in den 70er Jahren zum Naherholungsgebiet. Der Hügel hat eine Höhe von 225 Metern.

Vom höchsten Punkt ist bei klarer Sicht das Kraftwerk Claus in Roermond sowie Kraftwerke in Genk in Belgien, in Halden in Deutschland und das Braunkohlekraftwerk in Würselen zu sehen. Richtung Süden setzen sich die Berge fort: die Eifel, das Hohe Venn mit dem höchsten Punkt in Belgien und den Vaalserberg.

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz bei Strijthagermolen, dem tiefsten Punkt der Wanderung. Ein alternativer Startpunkt ist ab dem Overste Hof. Hier besteht außerdem die Möglichkeit zu übernachten und herrlich zu speisen: Bergsteigeressen à la Limburgoise. Achtung: auf dem Pfad ist Vorsicht geboten, denn dort sind manchmal auch Mountainbiker unterwegs! Die Wanderung zum Overste Hof verläuft über den Rücken des Steenbergs, wo früher die Schienen der Mienenwägen verliefen. Im weiteren Verlauf des Weges erreicht man die höchste Treppe der Niederlande, das Gelände des Festivals Pink Pop, den Freizeitpark Mondo Verde (hier hört man sogar die Vögel des Tierparks) und Schloss Strijthagen.

 

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Der südliche Grat zum Gipfel des Wilhelminabergs
Das Höhenprofil der Wilhelminaberg-Wanderung

Eyserbos/Eyserwald (197 m.)

  • Rundwanderung von 8,7 km.
  • Charakteristik: über eine Almwiese zum höchsten Punkt dieses bei Fahrradfahrern beliebten Bergs, zurück über einen Umweg mit stets andern Bergblicken

Für Radfahrer ist dies sicher eine der schwersten Steigungen der Niederlande und sie nennen sie ehrfürchtig und ohne Zweifel einen Berg. Für Wanderer bietet dieser Weg eine besondere Überraschung, denn der Pfad über die farbenfrohe Almweide nach oben bietet ein echtes Berggefühl.

Während des zweiten Weltkrieges war dieses Gebiet schwer umkämpft. Im Eyserwald hatten sich Deutsche in Schützengräben verschanzt. Vier Tage lang beschossen die Amerikaner dieses Gebiet vom Gulperberg aus, bis die Deutschen kapitulierten. Vom Standort des gut sichtbaren Sendemastes wurden von den Amerikanern mit Hilfe einer großen Radarinstallation die Versorgungsflüge zum Abwurf von Lebensmitteln im Norden der Niederlande sowie die Bombardierung des Ruhrgebiets koordiniert.

Nachdem der höchste Punkt erreicht wurde, bleibt die Wanderung auf dieser Höhe und es ergeben sich stets andere Aussichten auf den Berg. In der Ferne ist der Berg Vrouwenheide (216 m) zu sehen mit dem geographischen Nullpunkt vor der unterirdischen Steinkohlemine. Lange dachte man, dies sein der höchste Punkt der Niederlande, weil man vom Vaalserberg aus die noch höher gelegene Eifel sehen kann. Wer hier im Winter den langen Abstieg nach Eys auf sich nimmt, kann erkennen ob Schnee in der Eifel oder im Hohen Venn liegt.

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Das Höhenprofil der Eyserwald-Wanderung

Gulperberg (157 m.)

  • Rundwanderung von 4 km.
  • Charakteristik: von verschiedenen Seiten zur Marienstatue auf dem Gipfel

Oben auf dem Gulperberg befindet sich das vom Bildhauer Charles Vos und Architekt Piet Gerrits geschaffene Maria-Monument aus dem Jahr 1935. Der Hügel ist der nördlichste Ausläufer des Plateaus von Crapoel.

Radfahrer fürchten den Gulperberg: Vom Dorf aus geht es furchtbar steil bergauf und ab Partij ist der Berg noch heimtückischer. Die Wanderung führt an beiden scharfen Steigungen vorbei. Vergessen Sie nicht, den Radfahrern Mut zuzusprechen. Von der Marienstatue hat man einen guten Blick auf das Tal der Geul und auf Gulp, die in Gulpen zusammenfließen. Die Wanderung führt zum Dunnenbosch, einem der vielen schönen Hügelwälder in Südlimburg. Von hier aus haben Sie einen herrlichen Blick auf eine un-niederländische Landschaft; der Eyser Heuvelrug. Die Pappelreihe wirkt wie Zypressen in der Toskana. Im Osten sieht man den Mast des Eyserbos und im Süden liegt der Schneeberg und der höchste Berg der Niederlande, der Vaalserberg.

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Fast oben angekommen
Profil des Aufstiegs auf den Gulperberg von zwei Seiten

Hakkenberg (252 m.)

  • Rundwanderung von 5,9 km.
  • Charakteristik: Entlang charakteristischer Fachwerkhäuser immer steiler durch den Wald Richtung belgische Grenze

In der Nähe des südlichsten Punkts der Niederlande, über dem Tal des Terzieterbachs, wo Gestein aus dem Pennsylvanium (Oberkarbon) an die Oberfläche kommt und der Bergmolch beheimatet ist, liegt der Bovenste Bos.

 

Am höchsten Punkt laufen die Grenzen der Niederlande, Flanderns und der Wallonie zusammen, also tatsächlich eine Art Dreiländerpunkt in Limburg. Auf der belgischen Seite der Grenze, in der Nähe von Kasteel Beusdael in Richtung Teuven, verlief während des Ersten Weltkriegs der berüchtigte Dodendraad, eine elektrische Drahtsperre von zweitausend Volt. Auf dem Weg dorthin tauchen Sie in den dunklen Wald bis zum Gipfel ein, aber das Panorama auf dem Rückweg ist atemberaubend. Die Fachwerkhäuser im Tal runden das Bergerlebnis ab. Und dieser Name Hakkenberg? Mit dem Bovenste Bos wurde Holz gehackt. Der Weg, der von Terziet nach oben führt, heißt noch immer Hakkenbergerpad.

Am höchsten Punkt der Wanderung treffen die Grenzen der Niederlande, Flanderns und der Wallonie aufeinander, sodass man eigentlich von einem weiteren Dreiländereck in Limburg sprechen kann. Auf der belgischen Grenzseite, bei Schloss Beusdael Richtung Teuven, verlief während des ersten Weltkriegs das berüchtigte Grenzhochspannungshindernis „Dodendraad“, ein Hochspannungszaun mit 2000 Volt. Auf dem Hinweg wandert man zwar durch einen dunklen Wald bis zum Gipfel, aber das Panorama auf dem Rückweg ist atemberaubend. Durch die Fachwerkhäuser im Tal wird das Berggefühl komplett. Und der Name Hakkenberg (auf Deutsch: Hackenberg)? Im Bovenste Bos wurde Holz gehackt. Der Pfad, der aus Terziet bergauf führt, heißt noch immer Hakkenbergerpfad.

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Ein echtes Bergdörfchen in der Nähe des südlichsten Punkts der Niederlande
Profil der Wanderung zum Hakkenberg oder zum Bovenste Bos

Kattenroth (209 m.)

  • Rundwanderung von 8,5 km.
  • Charakteristik: zuerst auf den Gipfel, dann mit einem weiten Blick über die Voerstreek absteigen nach Belgien und wieder zurück

Die Sankt Brigida-Tanne bei der Kirche ist ein guter Orientierungspunkt, denn Noorbeek liegt etwas versteckt in einem Tal. 1634 brachten die Einwohner jedes Jahr eine Tanne zur Kapelle der heiligen Brigida von Kirdale, in der Hoffnung, die Tierseuche, die Norbeek und Umgebung heimsuchte, würde verschwinden. Die Tierseuche verschwand, das Vieh wurde verschont und seitdem hält Norbeek treu an diesem Glauben fest.

Noorbeek war lange Zeit Teil der Grafschaft Dalhem mit Gravenvoeren auf der anderen Seite des Berges. Der Fluss Noor, der hier entspringt, fließt durch die Burg Altembrouck nach Belgien und mündet dort in die Voer. Der direkte Weg nach Gravenvoeren führt jedoch über den Kattenroth, einen Kamm, der hier die Grenze bildet. Wir erklimmen diesen Gipfel von der Kirche in Noorbeek aus und steigen nach Süden ab. Im Winter können tief hängende Nebelschwaden den Gipfel bedecken, aber bei gutem Wetter kann man die gesamte Voer-Region überblicken.

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ein Berg!
Höhenprofil der Wanderung von Noorbeek nach ’s Gravenvoeren über den Kattenroth

D’n Observant (157 m.)

  • Rundwanderung von 8,5 km.
  • Charakteristik: steile Abgründe, Mergelgrotten und als Belohnung einen Panoramablick auf Maastricht, die Maas und das Tal von de Jeker

Der westlichste Gipfel ist, genau wie der östlichste Gipfel der Seven Summits, kein natürlicher Berg, sondern aus Abraum entstanden. Der Wilhelminaberg bei Landgraaf, ein Überbleibsel der Steinkohlegewinnung, ist schwarz, aber d’n Observant bei Maatsricht ist aufgrund der Rückstände bei der Mergelgewinnung weiß. Auf der anderen Seite der Maas und auf der anderen Seite des Albertkanals, an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden, bietet d’n Observant eine überraschende Aussicht in jede Himmelsrichtung.

 

D’n Obserwant wurde auf dem Sint Pietersberg durch Schichten des ENCI Steinbruchs aufgeschüttet und in den Fünfzigerjahren bepflanzt. Mittlerweile ist der „Mergelcanyon“ aus Abraum ein Naturschutzgebiet geworden, wo Uhus brüten und das Mergellandschaf grast. Auf der Tour vom belgischen Kanne ausgehend, geht es an Höhlen in der steilen Mergelwand vorbei, die den Zugang zu einem 150 km langen unterirdischen Labyrinth bieten. Die verlassenen Mergelgänge sind ein beliebter Überwinterungsplatz für Fledermäuse. Der Gipfel des Observants ist eher einfach zu erreichen, aber mit einem Anstieg durch die das „Verborgen Vallei“, das verborgene Tal, wird die Wanderung zur echten Expedition. Aber vorsicht: der Kalkstein ist bröckelig, die Abgründe sind tief und einige Pfade sind sehr steil.

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Wo die Maas in die Niederlande strömt
Das Höhenprofil der Route hoch zur Spitze über das 'Hidden Valley'.