Ausstellung Mapping the Mountains

Wann: 31 Okt-31 Jan; Do & Fr 14-17 Uhr, Sa & So 12-17 Uhr

Wo: De Vondst, Raadhuisplein 20, Heerlen

Eintritt frei, freiwillige Spende

Eine Möglichkeit, die Wildheit der Landschaft zu zähmen, besteht darin, sie abzubilden. Andrew Davies, der seit Jahren dem Festival verbunden ist, ist fasziniert von der Arbeit der Kartographen und insbesondere von Karten der Alpen. In Zusammenarbeit mit De Vondst, IBA Parkstad und dem Museo della Montagna in Turin hat Davies eine Ausstellung über die historischen Entwicklungen der Bergkartographie zusammengestellt. Diese Ausstellung zeigt anhand historischer und zeitgenössischer Karten, wie die Berge, aber auch die Euregio seit Beginn des 17. Jahrhunderts kartiert wurden.

 

Ohne Karten kein Bergsteigen, aber die ersten Bergsteiger waren oft anonyme Landvermesser, die aufgrund von Wind und Wetter schwer zu erklimmende Gipfel mit schwerem Messgerät bestiegen, um das Land genau abzubilden. Die Ausstellung folgt der Entwicklung der Bergkartographie von der Carte générale de la France von Cassini über die allererste Detailkarte der Schweiz von Henri Dufour hin zum Great Trigonometrical Survey of India von Sir George Everest. Aber auch Karten unter der Schirmherrschaft von Alpenvereinen sind zu sehen und es werden Techniken der Reliefdarstellung erklärt.

Unsere Region steht in enger Verbindung mit den Karten von Jean Joseph Tranchot, der sich in Aachen aufhielt. Seine Arbeit zeigt, wie Napoleons Königreich westlich des Rheins – einschließlich Limburgs – vor der industriellen Revolution aussah. Die kartografische Erfassung einer Region kann für ihre politische Entwicklung bedeutend sein. IBA Parkstad zeigt, wie diese Methode für die Entwicklung der Region Parkstad angewendet wird. Wie sahen die Gebäude chronologisch im Jahr 1924 aus? Oder mental, welche Orte sind in die Erinnerung eingraviert? Oder thematisch, wo liegen die schönsten Landschaften? Wie verlaufen die Grenzen, was ist im Untergrund? Dies alles geschieht mit dem Ziel, Einblick zu gewähren.

Es ist kein Zufall, dass die Ausstellung im De Vondst stattfindet. dem Zentrum für Archäologie in Limburg, das buchstäblich an der Kreuzung der römischen Straßen auf dem Stadtplan des römischen Heerlen liegt. Im de Vondst ist eine Kopie der Tabula Peutingeriana, einer gezeichneten römischen Reisekarte aus dem 3. oder 4. Jahrhundert zu sehen. Die Karte deckt ein Gebiet vom Ganges bis nach England ab, aber auch Cortovallio (Heerlen) ist ausgewiesen.

 

Der Film The Map against the World von Kang Woo-Suk handelt auch von Bergkartografie. Diese südkoreanische Produktion aus dem Jahr 2016 ist ein episches Drama über den historischen Kartografen Kim Jeong-Ho, den Schöpfer der Großen Karte des östlichen Landes. Dieses Werk, das Daedongyeojid besteht tatsächlich aus mehreren Karten, Elf Teilkarten wurden wiederhergestellt. Eine Kopie dieser berühmten koreanischen Karte ist in der Ausstellung zu sehen.